Garten gestalten
Es gibt zwei Arten von Haus-Besitzern mit eigenem Garten:
Die Hobbygärtner, die ihren Garten lieben und gerne viel Zeit mit der Gartenarbeit verbringen sind die einen. Die anderen verbringen viel lieber ihre Freizeit im Garten, ohne viel ackern zu müssen. Zu welcher Kategorie der einzelne gehört, das sieht man auf den ersten Blick, beim Betreten des Gartens.
Der Garten-Fan zeichnet sich oftmals durch einen stets frisch gemähten Rasen und akkurat gestutzten Hecken aus. Die Blumenbeete sind verspielt, und irgendwo ist auch ein Gemüsebeet zu finden, vielleicht sogar ein Gewächshaus. Inspiration für die Gestaltung des Gartens kann man sich vielerorts holen: bei den Lands-Garten-Schauen, in so manch liebevoll eingerichtetem Park, in den Gartencentern oder beim ebenfalls Garten-verrückten Nachbarn. Gerade in Wohngebieten und Gartenhaussiedlungen finden sich kleine Paradiese, und die Gartenbesitzer zeigen dies dem Interessenten meist gerne und mit vollem Stolz. Wer seinen Garten in einem besonderen Stil gestalten möchte, der kann sich auch an besonderen Garten-Konzepten orientieren. Der Japanische Garten hat verschiedene Stile aufzuweisen, wie der Zengarten oder der Tsukiyama-Stil. Beim Zengarten wird auf Wasser und größere Pflanzen gänzlich verzichtet, er wird auch als Steingarten bezeichnet. Beim Tsukiyama-Stil handelt es sich richtiggehend um eine Miniaturlandschaft: es werden Berge und Hügel dargegstellt, und ein Teich stellt das Meer dar. Während der Japanische Garten mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden ist, stellt der Garten im englischen Stil das Gegenteil dar. Hier wird weniger mit Blumen etc. gearbeitet, vielmehr soll die natürliche Landschaft simuliert werden. Im Gegensatz zu den französischen Barockgärten, wo klare und strenge geometrische Formen vorherrschen, wird im englischen Garten viel mit Steinmauern und fließenden Formen gearbeitet.
© Peter von Becken / pixelio.de
Die Arbeit im Garten macht vielen Spaß, anderen verdirbt sie – gerade im Sommer – regelmäßig das Wochenende. An den Samstagen sind in den Wohngebieten zahlreiche Rasenmäher und Heckenscheren im Einsatz, und nicht jeder Gartenbesitzer hat Freude an der Arbeit im Garten. Doch wer sich erst einen Garten angelegt hat, der hat sich auch die regelmäßige Pflicht zur Gartenarbeit aufgebürdet. Denn wird diese nicht regelmäßig erledigt, droht schnell eine Verwilderung des Gartens, und das Unkraut übernimmt schnell das Regiment im eigenen Garten. Wer also so wenig Zeit wie möglich mit der Arbeit im eigenen Garten zubringen möchte, der sollte ihn von Anfang an so anlegen, dass gerade die regelmäßigen Arbeiten nicht so zeitaufwendig werden. Hierfür gibt es einige Tipps und Tricks. Beispielsweise sind Bodendecker-Pflanzen immergrün, bedarfen jedoch höchstens einmal pro Jahr einer Bearbeitung. Rosenhecken und viele Büsche und Sträucher sind ebenfalls nett anzusehen und gleichzeitig nur einmal pro Jahr zurückzuschneiden. Wer den Rasen einfach nur schnell durchmähen möchte, sollte auf verspielte Elemente verzichten, und klare Kantenabschlüsse anlegen.
Ein Thema für fast jeden Gartenbesitzer sind die tierischen Besucher und Untermieter des Gartens. Gerade in ländlicher Gegend oder am Stadtrand ist man nicht vor größeren Tieren, die den eigenen Garten als Schlemmerparadies ansehen, nicht gefeit. Wildschweine können in nur einer Nacht die Arbeit von Jahren zerstören und den Garten vollständig umgraben. Rehe besuchen auch gerne die Gärten, in den frühen Morgenstunden, und erfreuen sich vornehmlich an den blühenden Pflanzen: Rosenblüten scheinen ihnen besonders gut zu munden. Aber nicht nur die unerwünschten Besucher des Gartens sind ein Problem, die Dauerbewohner machen den Gartenbesitzern oftmals noch mehr zu schaffen. Der Kamp gegen Maulwürfe, Wühlmäuse, Ameisen und Schnecken gleicht oftmals dem Kampf gegen Windmühlen, und der Gartenbesitzer ist stets auf der Suche nach einer funktionierenden Methode, um diese Tiere aus dem Garten zu vertreiben.