Feng Shui in Haus und Garten
Feng Shui (chin. „Wind und Wasser) gehört der daoistischen Philosophie an.
Es ist der Lehre der Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung, die erreicht wird durch eine entsprechende Gestaltung. Feng Shui findet ihren Einsatz in der Gestaltung von Gärten, aber insbesondere auch fließt sie in die Planung von Häusern und der Inneneinrichtung mit ein – nicht nur in China, sondern auch immer mehr in den westlichen Nationen wird Wert auf diese harmonische Gestaltungsweise gelegt.
Im Kern des Feng Shui steht das Qi (die Energie, die unsichtbare Lebensenergie), das frei fließen soll. Damit diese Energie nicht stockt, werden die Räume oder auch das ganze Haus, nach bestimmten Regeln geplant und eingerichtet. Ein Feng-Shui-Berater erkennt die Bewegung des Qi in der Umgebung, und ist darauf aus, die Bewegung dieser Energie zu harmonisieren und zu steigern. Beim Feng-Shui gilt: Je mehr Qi, desto besser die Gesundheit, die Harmonie und der Erfolg des Menschen.
Wichtig beim Feng Shui ist die Lehre von Ying und Yang. Eine Lehre, die das Gleichgewicht zwischen den Gegensätzlichkeiten fördern soll. Hier wird insbesondere bei der Gestaltung der Wohnräume auf die Lehre mit den 5 Elementen (Feuer, Wasser, Erde, Metall, Holz) eingegangen. Es gibt Yingbereiche, das sind Zimmer die der Ruhe dienen, wie beispielsweise dem Schlafzimmer. Die Yangbereiche sind die aktiven Orte in der Wohnung, wie beispielsweise das Arbeitszimmer. Entsprechend diesen 5 Elementen wird der Wohnbereich eingerichtet, wobei nicht nur die Materialien sorgsam ausgewählt werden, auch die Formen und Farben, die Größe und der Klang sollen Einfluss auf das Fließen des Qi haben.
© Rolf Plühmer / pixelio.de
Auch die Gartengestaltung ist nach dem Prinzip des Feng Shui möglich, unter Berücksichtigung der 5 Elemente. Hier ist das oberste Ziel durchaus nachvollziehbar: der Garten soll eine Oase der Ruhe und der Entspannung sein. Dies soll mit einem freien Energiefluss erreicht werden. Hier bieten die Feng-Shui-Berater eine Beratung für dieses komplexe Thema an. Denn es fließen nicht nur der harmonische Einsatz der 5 Elemente direkt in die Planung des Feng-Shui-Gartens mit ein, sondern auch zahlreiche Details, wie die Ausrichtung des Hauses, die Farbe der Hauswand, die Himmelsrichtung etc. Ist da Haus / der Garten beispielsweise nach Süden ausgerichtet, so steht das Thema „Ruhm / Anerkennung“ im Vordergrund. Das wesentliche Element ist das Feuer. Hier soll primär mit Pflanzen gearbeitet werden, die spitze Blätter und Dornen haben, und Rot ist die bevorzugte Farbe. Das Element Holz sollte bei der Gartengestaltung ebenfalls zum Einsatz kommen, denn Holz nährt das Feuer. Auf das Element Wasser sollte hingegen verzichtet werden, denn es wirkt hemmend auf das Hauptelement, das Feuer (Wasser löscht Feuer). Ist hingegen die Ausrichtung nach Westen, so kann der Garten nach dem Feng-Shui-Prinzip ganz anders aussehen: Das primäre Element ist das Metall, hier wird der Garten insbesondere mit runden Elementen gestaltet. Das betrifft die Pflanzen, die runde Blätter haben oder rund geschnitten werden können, aber auch Deko-Elemente (Rundbögen, Kugeln etc.). Auch die gesamte Garten-Gestaltung sollte hier abgerundet sein: Wege und Beete sollte mit Rundungen angelegt werden, also in Form von Halbkreisen oder Bögen beispielsweise.